quinta-feira, 9 de abril de 2009

Patrick's Hostel

Wer hatte es nicht schon einmal das Gefühl endlich irgendwo angekommen zu sein nach langer Reise. Entnervt, verschwitzt und erschöpft. Einfach nur froh darüber endlich einen Schlafplatz zu haben, den schweren Rucksack in die Ecke zu schmeißen und duschen zu können.
Anschließend sich bekannt machen mit dem Bettnachbar im Zimmer um dann einen ersten Sightseeingtrip zu planen oder je nach Ankunftszeit das Nachtleben aus zu probieren.
So ähnlich waren meine bisherigen Eindrücke wenn ich auf Reisen in einem Hostel landete.
Und ganz wichtig für mich waren auch immer die Leute die dort arbeiteten. Da gab es schon alles vom hilfsbereiten Staff die einem jederzeit Hilfe anboten, immer einen Geheimtipp hatten was man noch sehen könnte, übers Leben plauderten oder auch mal in ihrer privaten Wohnung meine eigene dreckige Wäsche waschten, bis hin zum extrem unfreundlichen Hostelchef der in Gästen reines Geld sah, an allem sparte und nie lächelte.
Allerlei verschiedenes sah ich und manchmal hatte auch ich den Gedanken in einem Hostel zu jobben und auch bei schlechter Bezahlung einen Job zu haben der viel Spaß machen kann.
JA! Und jetzt bin ich genau einer dieser Hostelväter und wilkommen in Patrick's Hostel! Der neue Geheimtipp in Estefania, Lisboa, nicht weit vom City Center, Kapazitäten für fünf Personen in Zweier- und Dreierdorm, free W-LAN, Koch- und Waschmöglichkeiten, großes Wohnzimmer und garantiert gute Stimmung!
Selbstverständlich inklusive: Freundlicher deutscher Staff der sich bei Tagestrips auch gerne als Führer anbietet. Selbstverständlich um ganz uneigennützig Plätze zu sehen, die er selbst noch nicht gesehen hat. Reservierungen bitte frühzeitig!
Die letzten sechs Tage war dieses Hostel komplett ausgebucht. Zunächst mit Matej, Andreja und Tereza vom Sprachkurs aus Castelo Branco und 2 Freunden von ihnen. Dazu kamen noch die vier Mexikaner, die zwar nicht hier schliefen aber die komplette restliche Zeit hier waren. Die Tagestrips führten uns nach Belém und Sintra. Man kam sich teilweise schon wie auf einem Klassenausflug vor nur ohne straffes Programm und trotzdem war jeder hochmotiviert möglichst viel zu sehen. Und das funktionierte erstaunlicherweise sehr, sehr gut in der großen Gruppe. Keine ständigen individullen Wünsche, keine Beschwerden. Nein volle Eintracht und zwei gute Ausflüge mit sehr viel Spaß!
Anschließend gab es Abendessen für 10 Leute, natürlich etwas einfaches was nicht so lang dauert, jedem schmeckt und gleichzietig auch nicht das wertvolle Reisebudget sprengt....naaa...naaa wat könnt dit sein?? Klarer Fall: Pasta! Pasta, Pasta, Pasta!! Ich kann's nicht mehr sehen!! Für die nächste Zeit zumindest...
Gestern dann Verabschiedung von allen. Das heißt ich hab leider niemanden gesehen um mich zu verabschieden Während die Touris früh aufstanden und sich Richtung Algarve aufmachten schlief ich tief und fest nachdem ich mit den Mexikanern die Nacht auf einer Erasmus Party wild singend und tanzend verbrachte. Que locos!



Doch die nächsten Gäste hatten schon reserviert. 5 Brasilianer aus Braga die zusammen mit Peter, Györ Ultra ebenfalls aus der Castelo Branco Crew, studieren.
Alle ziemlich erschöpft. Vier Tage im Auto gepennt, keen anständiges Fuuter jehabt und nisch jeduscht. Nach ausgiebigen Abendessen (guess what!) und duschen waren dann auch alle bereit das Bairro Alto zu besuchen. Leider zu völlig unbrasilianischen Zeiten. „It closes at two??“ Ungläubige Blicke. Ja, für die Jungs und Mädels eben wirklich viel zu früh.
Das ist schon etwas merkwürdig in Lissabon. Die Bars in Bairro Alto schließen zwischen 2 und 2.30 Uhr. Anschließend gibt’s noch jede Menge kleiner Clubs für die man keinen Eintritt bezahlen muss, die allerdings auch schon um 4 schließen. Die einzigen die länger öffnen sind die großen Clubs und Discos. Dann allerdings auch mit Eintritt.
Hingegen in einer kleinen Stadt wie Braga sind viele Bars jeden Tag bis um 6 Uhr geöffnet. Komisch, komisch.....

Letztendlich wollten die Brasilianer dann doch lieber schlafen als lang durch die Stadt ziehen. Ja, auch die Südamerikaner müssen mal schlafen! Nicht immer nur tanzen, tanzen, tanzen.
Vor einer Stunde sind auch sie weitergefahren Richtung Coimbra.



Ich werd dann mal an die tägliche Hostelarbeit gehen. Müll wegbringen, Räume putzen und irgendwann Mittagessen.
In der Küche wartet noch eine große Portion Pasta von gestern auf mich. Ai!

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